Erfolgsfaktor Stimme | Das Blog von Frederik Beyer

Nervosität und Lampenfieber – in neuem Licht

Ein flaues Gefühl im Magen, butterweiche Knie, zittrige Hände, trockener Mund, hochroter Kopf, kalter Schweiß und eine Kehle, die sich wie zugeschnürt anfühlt – kennen Sie das? Hin und wieder sind wir alle einmal nervös und aufgeregt – vor einem Vorstellungsgespräch, einer Kunden-Präsentation oder einem wichtigen Vortrag. Studien haben gar gezeigt, dass für die meisten Menschen die Angst vor Auftritten größer ist als die Angst vor dem Tod!

Weil starkes Lampenfieber lästig ist und sich so unglaublich unangenehm anfühlt, wollen die meisten Menschen es daher verständlicherweise loswerden, unterdrücken oder irgendwie „in den Griff bekommen“. Dahinter steckt die Annahme, dass das Gefühl „Angst“ grundsätzlich schlecht und negativ sei und wir dieses Gefühl „überwinden“ müssten. Doch stimmt das wirklich?

Perspektivwechsel „Angst“

Angst ist eine biologische Grundkonstante. Solange es uns Menschen gibt, so lange gibt es auch die Angst. Einst vor Unwettern und wilden Tieren, heute vor Gehaltsverhandlungen oder der Zukunft Europas. Man kann sagen: Angst ist eine absolut erfolgreiche Erfindung von Mutter Natur. Aber weswegen ist „Angst“ so erfolgreich?

Wenn wir Angst spüren, passiert nichts anderes, als dass unser Körper uns Energie bereitstellt für eine außergewöhnliche Situation – damit wir entweder angreifen, uns verteidigen oder fliehen können. Angst macht uns – ob Säbelzahntiger, Kundenpräsentation oder Gehaltsverhandlung – wach, aufmerksam und hoch konzentriert. Angst mobilisiert unglaubliche Kräfte und sichert unser Überleben! Ist das nicht großartig?

Akzeptanz befreit: Mit der Angst sein

Wie wäre es also, wenn Sie künftig Ihr Lampenfieber nicht mehr verteufeln, ja nicht einmal mehr „in Kauf nehmen“, sondern stattdessen sich regelrecht in dieses Gefühl verlieben, es herzlich willkommen heißen? „Hallo Angst, schön dass Du da bist!“? Wie wäre es, wenn die Aufregung lediglich signalisiert, dass Ihnen Ihre Präsentation, Ihr Vortrag nicht egal ist? Dass Ihnen Ihre Botschaft, der Inhalt, die Menschen, zu denen Sie sprechen, wichtig sind?

Update: Autosuggestion

Lange dachten wir, man müsse nur positiv denken, sich vor den Spiegel stellen und laut sagen: „Ich bin cool und gelassen“ – dann werde das schon. Doch das – wissen wir mittlerweile – funktioniert leider nicht. Wie auch, wenn der Körper permanent schreit: Angst!?

Heute wissen wir: Autosuggestionen, die das Gegenteil von dem behaupten, was tatsächlich der Fall ist, funktionieren nicht. Der Grund ist einfach: Wenn ich in einem ängstlichen, vielleicht gar panischen Zustand sage: „Ich bin ruhig und gelassen“, dann ist das eine glatte Lüge. Wir belügen uns selbst. Und wissen das natürlich auch…

Es gibt jedoch günstigere Wege der Autosuggestion, die erwiesenermaßen besser funktionieren. Und zwar nicht mit dem Prinzip Lüge („Ich mache mir was vor“), sondern mit dem Prinzip der Akzeptanz („Ich nehme es an“).

In unserem Fall könnte eine solche Autosuggestion lauten:

„Auch wenn ich manchmal aufgeregt (nervös, unsicher, gestresst…) bin, liebe und akzeptiere ich mich so wie ich bin.“

Ich lade Sie ein, diese Autosuggestion einmal auszuprobieren. Was macht dass mit Ihnen? Wie fühlt es sich an, wenn Sie diese Autosuggestion mehrmals laut aussprechen?

Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Experimentieren und beim Entdecken all dessen, was hinter Ihrer Angst liegt!

 

03. Juli 2018
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Wie Sie Stress reduzieren, Erkältungen abwehren und sogar Krebs vorbeugen – und was das alles mit Waldspaziergängen zu tun hat

In den letzten Jahren habe ich mich öfters gefragt: Wann in meinem Leben war ich denn so richtig glücklich? In welchen Situationen habe ich mich so richtig wohl gefühlt? Und was haben diese Situationen gemeinsam? Vielleicht geht es ja Ihnen wie mir: Wenn ich mir diese Fragen stelle, dann kommen mir keine Momente in den Sinn, in denen ich am Schreibtisch sitze und Mails schreibe. Auch nicht Momente, in denen ich einen Kinofilm gesehen oder etwas Leckeres gekocht habe. Zu allererst tauchen Momente vor meinem inneren Auge auf, in denen ich mich in der Natur befinde – beispielsweise wandernd im Elbsandsteingebirge, spazierend im Zillertal oder Pilze suchend in dem wunderschönen Darßer Wald.

Doch warum ist das eigentlich so? Warum kann ich mich an diese Natur-Momente so plastisch erinnern? Warum fühle ich mich draußen in der Natur – und besonders im Wald – so unglaublich wohl?

In einem soeben erschienenen Buch von Clemens G. Arvay bin ich fündig geworden. Er liefert darin viele Antworten, die mich wirklich verblüfft haben. Vor allem aber zeigt er den schier unglaublichen Einfluss des Waldes auf unseren Körper, unsere Psyche und unsere Gesundheit – auch auf unsere Stimm-Gesundheit. Der Titel des Buches: „Der Biophilia Effekt“.

Zunächst erklärt Arvay anschaulich und unter Berufung auf zahlreiche wissenschaftliche Studien, dass nicht nur Menschen und Tiere, sondern auch Pflanzen kommunizieren – und zwar über besondere Substanzen, die als Botenstoffe fungieren. Wenn Pflanzen beispielsweise von Schädlingen angegriffen werden, produzieren sie Abwehrstoffe und warnen gleichzeitig die benachbarten Pflanzen. Dieselben Substanzen alarmieren jedoch nicht nur andere Pflanzen, sondern locken auch natürliche Feinde der Schädlinge an. Die Botenstoffe geben sogar Aufschluss über die Art der Angreifer und das Ausmaß des Befalls.

Diese Botenstoffe, mit denen Pflanzen kommunizieren, heißen Terpene – fast 40.000 verschiedene Arten gibt es davon. In einem Wald wimmelt es natürlich nur so von Terpenen. Wenn wir in einen dichten Wald gehen, dann atmen wir – wie Arvay es treffend formuliert – einen „Cocktail aus bioaktiven Substanzen“ ein. So weit, so klar. Jetzt aber kommt das Verblüffende: Wissenschaftliche Studien haben belegt, dass einige dieser Substanzen unglaublich gut für unsere Gesundheit sind. Waldluft stärkt messbar unsere Abwehrkräfte, reduziert deutlich Stress und Angst, lindert Depressionen, ist gut gegen Burnout und hilft sogar Krebs vorbeugen!

Kein Wunder, dass ich mich in Wäldern immer so wohl fühle! „Waldluft ist wie ein Heiltrunk zum Einatmen“, schreibt Arvay.

Es lohnt sich also, regelmäßig in Waldluft zu baden. Nicht nur, weil ein Waldspaziergang entspannt, sondern weil wir damit aktiv unser Immunsystem stärken, uns seltener eine Erkältung einfangen und damit auch stimmlich fitter unseren Alltag meistern. Für mich steht fest: ich werde noch öfter Waldspaziergänge machen. Sie auch?

Hier die vier wichtigsten Tipps, wie Sie Ihren Waldaufenthalt ideal gestalten:

  1. Gehen Sie für mindestens vier Stunden in ein Waldgebiet. Sie müssen dabei nicht unbedingt stramm wandern oder Sport machen – es reicht aus, gemütlich zu spazieren und gelegentlich eine Pause einzulegen. Der stärkende Effekt aufs Immunsystem hält dabei etwa sieben Tage an. Wenn Sie an drei aufeinander folgenden Tagen ein „Waldbad“ nehmen, dann hält der immun-stärkende Effekt sogar einen Monat an!
  2. Die Konzentration der Terpene im Wald ist nicht immer gleich. Im Sommer und besonders bei feuchtem Wetter – nach einem Regenguss – ist der Terpen-Cocktail intensiver als bei Trockenheit oder im Winter. Grundsätzlich sollten Sie ins Waldesinnere gehen. Weil der Baumbestand im tiefen Wald meist dichter ist, gibt es dort auch mehr Terpene als am Waldrand.
  3. Genießen Sie den Aufenthalt im Wald ganz bewusst. Sehen Sie die Formen und Farben des Waldes, hören Sie die Geräusche in der Umgebung, fühlen Sie den Boden unter den Füßen, riechen Sie die frische Waldluft. Nehmen Sie bewusst mehrere tiefe Atemzüge. Trinken Sie während des Aufenthaltes ausreichend Wasser oder Tee.
  4. Wenn Sie mögen, dann suchen Sie sich ein ruhiges Plätzchen im Wald und machen einige Entspannungsübungen oder meditieren Sie ein wenig.

Nun bin ich gespannt auf Ihre „Waldgeschichten“. Was bedeutet für Sie Wald? Was verbinden Sie damit? Wie erleben Sie den Einfluss der Natur auf Ihre Gesundheit?

Schreiben Sie einfach Ihre persönliche „Waldgeschichte“ in die Kommentarspalte. Ich freue mich von Ihnen zu lesen…

12. Dezember 2015
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3 Experimente, wie Sie mehr aus Ihrer Stimme herausholen…

Facebook, XING und Twitter sind nichts – verglichen mit ihr. Sie ist das älteste soziale Medium. Sie ist unser ureigenes, angeborenes Kommunikationsinstrument. Sie ist so einzigartig wie unser Fingerabdruck. Sie spiegelt unsere Persönlichkeit. Mit ihr können wir Kriege anzetteln oder einem Menschen unsere Liebe gestehen. Ob privat oder beruflich – wir nutzen sie täglich tausendfach: unsere Stimme.

Doch noch immer wird diese wertvolle Ressource Stimme oft vernachlässigt. Noch lange nicht bekommt sie die Aufmerksamkeit, die ihr gebührt. Sicher, Stimme gehört zu den Soft Skills. Doch was so „soft“ daherkommt, ist in Wahrheit ein entscheidender Erfolgsfaktor – belegt durch harte Fakten.

In der aktuellen Ausgabe von Zukunft Training erkläre ich Ihnen nicht nur, warum die Stimme ein Erfolgsfaktor ist, sondern zeige Ihnen auch gleich noch 3 Experimente, wie Sie mehr aus dem Erfolgsfaktor Stimme herausholen können…

3 Experimente, wie Sie mehr aus Ihrer Stimme herausholen…

15. Juli 2015
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Was der Stimme gut tut…

Bestimmt haben Sie die Situation auch schon einmal erlebt: Sie haben einen wichtigen Auftritt, halten einen Vortrag, möchten in einem Meeting das Wort ergreifen oder befinden sich in einer Gesprächsrunde mit Freunden – und plötzlich versagt Ihre Stimme? Vermutlich werden Sie sich räuspern, um wieder zu Stimme zu kommen? Doch das ist absolut schädlich.

Wenn Räuspern nicht hilft, was dann? Welche Maßnahmen sind sinnvoll? Ja, wie entsteht Stimme überhaupt?

Wie entsteht Stimme?

Unsere Stimme entsteht durch das Zusammenspiel von Stimmbändern, Kehlkopf, Lunge und Resonanzräumen (zum Beispiel Mundhöhle, Rachenraum). Atmen wir aus, versetzt der dabei entstehende Luftstrom die Stimmlippen, die sich im Kehlkopf-Inneren befinden, in Schwingung. Es entsteht ein Ton.

Tonhöhe und Tonlage hängen von der individuellen Länge und Dicke der Stimmbänder ab – je kürzer und schmaler diese sind, desto höher die Stimme. Je länger und dicker, desto tiefer. Zusätzlich bestimmen auch die Resonanzräume und der Feuchtigkeitsgehalt von Mund und Rachen den Klang der Stimme.

Das mag Ihre Stimme gar nicht

Häufig machen wir in Situationen, in denen unsere Stimme versagt, durch intuitives Räuspern das Ganze sogar noch schlimmer. Auch starkes Husten oder lautes Flüstern belastet die Stimmbänder noch mehr, als dass es bei Stimmproblemen Linderung bringen würde.

Versuchen Sie nicht, einen hohen Geräuschpegel mit Ihrer Stimme zu übertönen. Dies überlastet die Stimmbänder; dies kann im schlimmsten Fall zu einer Entzündung führen, die chronische Stimmprobleme verursachen kann.

Das tut Ihrer Stimme gut

Professionelle Sänger und Vielsprecher wie Schauspieler oder Radio-Moderatoren haben natürlich alle ihre ganz eigenen Tricks, um die Stimme geschmeidig und wohlklingend zu halten. Doch auch Sie können mit ein paar einfachen Tipps für eine gute Stimmhygiene sorgen:

  • Damit die Stimme geschmeidig klingt, sollten Sie Ihren Mund-Rachen-Halsraum ausreichend befeuchten. Greifen Sie zu stillem Wasser und lauwarmen Getränken, besonders geeignet ist Salbeitee, der von vielen Profis auch gerne zum Gurgeln eingesetzt wird.
  • Zusätzlich hilft es, die Raumluft zu befeuchten – ein Schälchen Wasser auf der Heizung reicht meist schon aus. Was Sie noch tun können für ein günstiges Raumklima erfahren Sie hier.
  • Wenn Sie häufig unter einem trockenen Rachenraum leiden, bringen z.B. GeloRevoice® Halstabletten lang anhaltende Feuchtigkeit und eine geschmeidige Stimme.
  • Wärmen Sie Ihre Stimme immer auf, bevor Sie einer Belastung (Singen, Vortrag, längeres Telefonat) ausgesetzt ist. Das Aufwärmen geht ganz einfach: Gähnen Sie ein paar Mal hintereinander herzhaft, summen Sie eine Weile in bequemer Lage.
  • Der Klang Ihrer Stimme wird auch durch Ihre Körperhaltung beeinflusst. Je aufrechter diese ist, umso besser klingt Ihre Stimme.

Wie Sie gerade in der Erkältungszeit gesund und stimmlich fit bleiben, habe ich Ihnen hier in einer Übersicht zusammen gestellt.

In diesem Sinne: Bleiben Sie gut bei Stimme!

 

27. März 2015
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Den richtigen Ton treffen….

…das ist eine Grundvoraussetzung für jeden Sänger. Denn ein schiefer Ton kann schnell ein ganzes Lied ruinieren. Doch nicht nur für Sänger ist der „richtige Ton“ entscheidend, auch als Sprecher und Schauspieler steht man oft vor einer Herausforderung.

Mit meiner Partnerin stehe ich gemeinsam als „mitossi“ regelmäßig auf der Bühne. Wir spielen eine Rock’n’Roll Comedy Unterhaltungsshow sowie auch Kinder-Klangtheaterstücke. Alle Stücke stammen aus eigener Feder. Entsprechend ist auch die Entwicklung der Charaktere jedes Mal ein spannender Prozess. Im aktuellen Kinderstück „Eine märchenhafte Wintersonnenwende“ spiele ich den Nachtprinzen. Er ist eine Kreatur, die nur des Nachts wach ist und sich vorm Tag scheut. Zunächst probierte ich eine tiefe, düstere Stimmlage. Doch so einfach wurde ich der Figur nicht gerecht, denn sie ist im Innern weit empfindsamer und eigentlich gar nicht so düster und bedrohlich. Nach ein paar Proben war die einzige düstere Passage der erste Satz „Dunkel ist mein Schatten…“ und kurz darauf kommt ein „Nur des Nachts bin ich wach“ – was schon fast ein wenig keck klingt. Nach und nach habe ich dann versucht, aus dem Nachtprinzen das kleine Kind und einen schwärmenden jungen Mann herauszukitzeln – alleinig durch die richtige
Intonation. Ändert sich der Tonfall plötzlich, ist mitunter gar nicht klar, wie manche Passagen gemeint sind und so manches Schwärmen wird zur Ironie.

Genauso verzwickt ist die Moderation der Live-Show. Zur Zeit bereiten wir unter Anderem die Weihnachts-Show auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt vor. Los geht’s mit einem lockeren „Hallo Erfurt“. Diese Kombination aus Begrüßung und Spielort kennt sicher jeder von ihnen – jedoch gab es bei den Proben dazu schon mindestens 20 verschiedene Versionen: Laut und übertrieben, geflüstert, fordernd mit einem nach innen gekehrtem Hallo und einem explosiven Erfurt, mit thüringischem Akzent oder mit angespanntem Unterkiefer. Je mehr Sie davon probieren, desto komischer wird es! Der Unterschied zum Kinderstück ist der, dass die Intonation bei „Hallo Erfurt“ ruhig live ein wenig daneben gehen kann. Denn hier eröffnet der „falsche Ton“ Spielraum für Improvisation. Die Begrüßung kann einfach beliebig wiederholt werden  und die Interaktion mit dem Publikum tut sein Übriges.

Meine Erfahrung ist also: ein schiefer Ton kann an mancher Stelle ein Lied oder auch ein Schauspiel maßgeblich schmälern, jedoch an anderer Stelle ein komisches Moment erzeugen und damit der Schlüssel zum Erfolg sein!

Gastbeitrag von Martin Schütz

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26. November 2014
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Trockener Hals? Belegte Stimme? Warum das Raumklima so entscheidend ist

Winter! Es ist kalt draußen, es gibt weniger Tageslicht, es fällt schwerer morgens aus dem Bett zu kommen. Doch nicht nur das. Viele Menschen leiden gerade jetzt, in der kalten Jahreszeit, unter einem trockenen Hals und einer belegten Stimme.

Grund dafür ist vor allem das Raumklima. Im Winter, wenn wir heizen, ist die Luftfeuchtigkeit in unseren Räumen oft viel zu gering, meist liegt sie bei 30 Prozent oder gar darunter. Die geringe  Luftfeuchtigkeit lässt die Schleimhäute in Mund, Rachen und Kehlkopf schneller austrocknen. Das wirkt sich negativ auf die Stimme aus.

Experten sind sich einig. Zu geringe Luftfeuchte ist der „Stimmkiller Nr. 1“ (Stephanie Zedler). Besonders wenn Sie sich über längere Zeit in einem Raum mit geringer Luftfeuchtigkeit aufhalten, kann das Ihre Stimm-Fitness deutlich verschlechtern. Erst recht, wenn Sie viel sprechen müssen. Denn beim Sprechen atmen wir in der Regel durch den Mund. Die Stimme klingt schnell belegt und heiser.

Was können Sie also tun für ein angenehmes Raumklima und ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit?

Hier 5 einfache Tipps:

1) Frische Luft tut gut! Lüften Sie regelmäßig Ihre Wohn- und Arbeitsräume, am besten frühmorgens für 5-10 Minuten eine Stoßlüftung.

2) Stellen Sie einige Pflanzen in Ihre Zimmer! Pflanzen nehmen Kohlendioxid auf, geben Sauerstoff ab und sorgen so für ein angenehmes Raumklima.

3) Besorgen Sie sich einen guten Luftbefeuchter. Damit können Sie die Luftfeuchtigkeit in Ihren Räumen gezielt regulieren.

4) Alternativ können Sie auch ein nasses Handtuch in den Raum hängen oder eine Schale Wasser auf die Heizkörper stellen.

5) Trinken Sie – auch in Räumen mit ausreichend hoher Luftfeuchtigkeit – regelmäßig einen Schluck Wasser, besonders wenn Sie viel sprechen müssen. Am besten stellen Sie sich dazu eine Flasche Wasser direkt an Ihren Arbeitsplatz.

Weitere Tipps und Tricks, wie Sie stimmlich fit bleiben – gerade in der kalten Jahreszeit – finden Sie hier.

In diesem Sinne: bleiben Sie gut bei Stimme!

26. November 2014
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