Kennen Sie das? Auf der Bühne spricht der Moderator in ein Mikro – und immer, wenn er ein Wort mit dem Buchstaben /p/ sagt, knallt es aus den Boxen. Dieses störende Knallen wird auch „Ploppen“ genannt. Aber woher kommt das „Ploppen“ bei den P-Lauten? Sprechen Sie einmal so deutlich wie möglich die Wortverbindung „poppige Papp-Plakate“ und halten Sie dabei Ihre Hand direkt vor den Mund. Sicherlich spüren Sie nach jedem /p/ einen Lufthauch?

Besonders dann, wenn Sie direkt ins Mikrofon sprechen (Nahbesprechung), kann dieser Lufthauch ein „Ploppen“ verursachen. Erfahrene Moderatoren artikulieren daher P-Laute vorsichtig ins Mikro oder sprechen sogar leicht am Mikro vorbei. Doch Vorsicht: artikulieren Sie das /p/ ja nicht zu weich, dann wird aus den poppigen „Papp-Plakaten“ schnell ein breiiger „Babberschmatz“!

Mikrofone im Studio verfügen bisweilen auch über einen so genannten Popschutz. Der Popschutz ist dafür da, diesen Lufthauch nach dem /p/ aufzufangen und dadurch das „Ploppen“ zu verhindern.

Wenn Sie also selbst gelegentlich in ein Mikrofon sprechen, dann achten Sie bitte auf Ihre P-Laute. Weder zu hart, noch zu weich. Nicht zu nah ans Mikro. Eher leicht am Mikro vorbei sprechen. Bis dahin üben Sie schon mal fleißig: poppige Papp-Plakate.

Wem das zu pillepalle ist, darf sich gern an diesem Satz probieren: Der kleine plappernde Kaplan klebt poppige, pappige Pappplakate an die klappernde Kapellwand an.

Ich wünsche Ihnen poppig ploppernden Sprechspaß!